Die neuen ASTAT-Daten zum öffentlichen Dienst in Südtirol rücken das Thema der Arbeitsorganisation in den öffentlichen Verwaltungen erneut in den Mittelpunkt. Zum 31. Dezember 2024 sind im öffentlichen Dienst 51.144 Personen beschäftigt, 67,3% davon sind Frauen. In der Landesverwaltung arbeiten 12.388 Personen; von diesen sind 58,1% Pendlerinnen und Pendler. Unter den Führungskräften der Landesverwaltung steigt der Anteil der Pendlerinnen und Pendler auf 58,9%. Bozen bestätigt sich als wichtigster Anziehungspunkt der Pendlerströme.

Für die DIRAP – Gewerkschaft der Führungskräfte und leitenden Beamtinnen und Beamten bestätigen diese Daten die Notwendigkeit, die Instrumente der organisatorischen Flexibilität und insbesondere die Inanspruchnahme von Smart Working zu stärken. Nicht nur zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, sondern auch aufgrund der wachsenden strategischen Bedeutung agiler Arbeitsformen in einem geopolitischen Kontext tiefgreifender Energiekrisen.

In diesem Zusammenhang kann die Reduktion nicht zwingend notwendiger Wege zwischen Wohn- und Arbeitsort durch klar geregelte Formen des Smart Working auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Effizienz eine sinnvolle Entscheidung darstellen. Das von ASTAT gezeichnete Bild ist daher nicht nur statistischer Natur, sondern auch ein organisatorischer und politischer Hinweis. In einem Land, in dem das Pendeln die öffentliche Arbeit so deutlich prägt, bedeutet die Investition in Flexibilität und modernere Arbeitsmodelle, die öffentliche Verwaltung nachhaltiger und widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen der Gegenwart zu machen.

Wer das vollständige Dokument einsehen möchte, findet es auf der ASTAT-Website unter: Öffentlich Bedienstete - 2024 | Publikationen und verschiedene Statistiken diverser Themen